Handcraft Lab

Heute in unserem wöchentlichen (hüstl) Handcraftlab stellt Euch wunderschick einen Partner vor. Einen Partner, der aus der deutschen Handmade-Szene nicht mehr wegzudenken ist. Ein Portal, das die wichtige Netzwerkfunktion für Kreative und BaslterInnen nicht nur ausfüllt, sondern auch besonders ansprechende Projekte und Ideen auf eine ausserordentlich demokratische Art und Weise veröffentlicht. Wie Ihr wisst, mag wunderschick (der weibliche Teil) den dramatische Auftritt, und deswegen beende ich diese spannende Einleitung mit einem Zitat des Betreffenden:

Handmade Kultur ist ein unabhängiges, unkontrolliertes und aus 100 Prozent eigenen Mitteln finanziertes Projekt, das mit Hilfe vieler Freunde und Kreativer eine große Zukunft vor sich hat.“

„Was ist Handmade Kultur“, zitiere ich frech weiter, „Handmade Kultur = Netzwerk der Handmade Szene + gedrucktes Magazin“.

Ich glaube, besser trifft’s es nicht. Zum einen geht es hierbei um ein Portal, bei dem sich alle Kreativen und an der Kreation Interessierte eintragen können, um sich zu vernetzen. Und wir alle wissen, wie wichtig und mühsam das teilweise ist. Nicht alle DIY-Projekte sind für den einzelnen interessant und nicht alle Konzepte verstehen sich miteinander. Deswegen versucht Handmade Kultur eine, wie ich finde gelungene, Gruppierung und Sortierung vorzunehmen, die es erlaubt, im Dschungel des Möglichen genau DAS oder DEN zu finden, der gesucht wird. So gibt es auf der ersten Seite erstmal einen aktuellen Terminkalender mit den wichtigsten aktuellen Märkten und Kreativkursen. Und zwar Deutschlandweit. Darüber hinaus erfolgt eine Übersicht in verschiedenen Kapiteln: Anleitungen, Geschenke, Termine, Kurse, Kreativblogs, DIY-Geschäfte (wie wunderschick), News und natürlich das Magazin. Aber dazu später.

JedeR kann sich kostenlos registrieren und die Plattform als Werbefläche sozusagen nutzen, sich vernetzen, an Kooperationen schmieden, Projekte hoch laden oder sich einfach inspirieren. Es ist mittlerweile eine große Ressource an kreativen Ideen, auch für uns. Ein Blick lohnt sich und endet oft in einem stundenlangen Versacken vor dem Rechner. Natürlich, nicht alles ist supidupi toll und erstaunlich. Für ausgewählte Designobjekte ist das Portal nicht gemacht. Keiner redigiert und beansprucht einen bestimmten Geschmack. Aber dafür bekommt man doch relativ gut mit, was so geht in der Kreativszene Deutschlands.

Und jetzt kommen wir zu dem Schmanckerl des Portals: das MAGAZIN.

Ich bin sehr begeistert von dem demokratischen community-Gedanken, der dem viermal im Jahr erscheinenden Heft zugrunde liegt. Projekte, die auf dem Portal besonderen Anklang finden (sie können auf den jeweiligen sozialen Netzwerken geliked werden), werden mit Person und Blog/ Shop/whatever veröffentlicht! Daneben gibt es wirklich intelligente Berichte über kreative Menschen, der „Idee Dahinter“, also was DIY bedeuten kann und warum dieser Trend ein Trend ist und, was ich auch besonders spannend finde: alte Techniken!

Und um das ganze ein wenig plastischer zu machen, stell ich Euch eine Ausgabe vor.

20130807-141329.jpg

Ihr erinnert Euch vielleicht? Ich habe vor einiger Zeit ein Exemplar des Magazins zugeschickt bekommen, um es zu besprechen auf unserem Blog. Es handelt sich hierbei nicht um die aktuelle Ausgabe, sondern die Nr. 1 vom Winter.

Was mich schon bei vorherigen Ausgaben und auch bei dieser irritiert hat, ist das Titelbild. Ich denke, es soll auf den DIY-Charakter hinweisen und wirkt deshalb wie mit copy und paste zusammengebastelt, gefällt mir aber gar nicht. Zum einen finde ich die Collage einfach nicht ansprechend. Die Farben passen nicht zusammen und wirken in diesem Fall sehr schrill (rot, pink, giftgrün). Daneben finde ich, dass es nicht sehr professionell wirkt. Und damit habe ich meine Schwierigkeit, da DIY für mich nicht bedeutet, dass etwas hingeschruddelt wurde oder einfach zu hässlich zum Verkauf ist. Überhaupt finde ich die Gegenüberstellung zwischen DIY=Unprofessionell und Design=Professionell sehr zweifelhaft. DIY kann wunderschön, inspirierend und kreativ sein und manch Großer hat schon von Bastlern geklaut. Wie dem auch sei, abgesehen vom Titelbild gibt es für mich nichts zu meckern an dieser Zeitschrift. Ich bin sogar ziemlich begeistert. Der deutsche Markt scheint im Moment überschwemmt zu werden mit DIY-Zeitschriften, allerdings sind nicht alle dieser Bezeichnung würdig.  Handmade Kultur ist es zweifelsohne.

Neben DIY-Anleitungen, die so eine Zeitschrift kennzeichnen, gibt es wirklich gut geschriebene Artikel zu Kreativen, Techniken, Farbenlehre, Ausbildungslehrgängen und auch dem theoretischen Background hinter dem DIY. Die Artikel sind intelligent und kurzweilig. Die DIY-Anleitungen mögen nicht immer jedem zusagen, sind aber ganz demokratisch in dem Internet-Forum von den usern gewählt worden. Sehr schöne Idee! Wirklich super finde ich die Vorstellung alter Techniken, die vielleicht nur noch ganz, ganz wenige Menschen beherrschen. Auch bin ich regelmäßig begeistert von der einen oder anderen vorgestellten kautzigen Idee.

1 Comment

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s